Heiße Sommer, trockene Böden und Starkregen betreffen auch Much. Bäume spenden Schatten, kühlen ihre Umgebung und nehmen Regenwasser auf. Doch welche Arten sind für die kommenden Jahrzehnte geeignet?
Dabei taucht immer wieder der aus China stammende Blauglockenbaum auf, auch Kiri oder Paulownie genannt. Er wächst außergewöhnlich schnell und verträgt Hitze und Trockenheit. Ein problemloser Wunderbaum ist er trotzdem nicht. Der Bayerische Rundfunk zeigt: Die Paulownie braucht viel Pflege, reagiert empfindlich auf frühe Fröste und hat sich in Waldversuchen nicht bewährt. Das Bundesamt für Naturschutz führt den Blauglockenbaum zudem auf der Beobachtungsliste potenziell invasiver Pflanzen.
Für Much heißt das: Nicht eine einzelne Baumart ist die Lösung. Entscheidend sind eine vielfältige Auswahl und der passende Standort. Besonders wichtig ist es, alte Bäume zu erhalten. Ihre großen Kronen und ihr Wert für Insekten und Vögel lassen sich über Jahrzehnte nicht ersetzen. Bei Neupflanzungen sollten heimische und regional bewährte Arten bevorzugt werden. An schwierigen Standorten können ergänzend andere erprobte Baumarten sinnvoll sein. Ausreichend Wurzelraum, Wasser und Pflege sind genauso wichtig wie die Wahl der Art.
Genau darum geht es bei der öffentlichen Grünen Runde am Donnerstag, 3. September 2026, um 19 Uhr im Haus Niederpleis. Thomas Pätzold, Abteilungsleiter im Bonner Amt für Umwelt und Stadtgrün, spricht über die Bedeutung von Bäumen für Klima und Gesundheit, die richtige Baumwahl sowie geeignete Gehölze für Gärten. Der Eintritt ist frei.